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Der Immobilienmarkt auf Mallorca in der Krise? – Eine Einschätzung der Lage

Die viel diskutierte und beschriebene Krise auf dem mallorquinischen Immobilienmarkt verunsichert zunehmend Käufer, Verkäufer und Investoren. „Malle für alle“ titelte „Der Spiegel“ und auch der Konkurrent „Focus“ erklärte einen rasanten Fall der Preise für Immobilien auf Mallorca. Wir wollen an dieser Stelle versuchen, die Lage realistisch einzuschätzen und zu erklären.
Wie schon in einem früheren Beitrag beschrieben, trotzen die Balearen der Immobilienkrise auf dem spanischen Festland, die natürlich vorhanden ist und auch Auswirkungen auf den mallorquinischen Markt hat. Allerdings nicht in dem Maße, wie es in der internationalen Presse oft betitelt wird, das ist unsere (die Binnewies & Partner S.L.), und auch die Überzeugung vieler unserer Kollegen. Unlängst hat sich die Mallorca Zeitung mit dem Thema befasst und festgestellt, dass die Immobilienpreise auf Mallorca keineswegs einen Einbruch erleiden, schon gar nicht auf der so oft beschriebenen „breiten Front“!
Natürlich gibt es regionale Unterschiede und diese zeigen sich auch ganz deutlich in den Immobilienpreisen. Und betrachtet man einzelne Regionen, so lassen sich hier unterschiedliche Entwicklungen im Preissegment erkennen: So sind die Preise in einigen Teilen der Hauptstadt Palma leicht gefallen, allerdings auch nur im „unteren Segment“. Auch östlich der Hauptstadt, im Großraum Llucmajor, sind die Preise zumindest nicht gestiegen, einige schöne Fincas sind auch für weniger Geld zu haben als in den Jahren zuvor. Aber auch hier ist es wichtig zu sagen: Für eine sehr gute Immobilie in einem Top-Zustand und in optimaler Lage gelten nach wie vor die gleichen Gesetze wie in den vergangenen Jahren: Gute Lagen mit schönem Meerblick sind begrenzt auf Mallorca. Somit hat der Preisdruck auf diese Immobilien, egal in welcher Region der Insel, kaum Einfluss. Preisabschläge kann es im „unteren Segment“ (unter einer Millionen Euro) geben, hier lohnt es sich, den Markt genau zu betrachten.
Der Südwesten der Insel, seit langem sehr exklusiv und mit steigenden Preisen, zeigt sich nach wie vor als eine äußerst stabile Region. Hier lässt sich keineswegs von fallenden Preisen oder sinkender Nachfrage sprechen. Die Immobilien in dieser Region sind zum großen Teil sehr exklusiv. Das Angebot an großen Grundstücken mit Meerblick ist begrenzt, die Nachfrage besonders in der Region Andratx und Port d’Andratx nach wie vor groß. Daher steigen hier, und auch im begehrten Nordosten Mallorcas, die Immobilienpreise weiter. Der Markt zeigt sich Kerngesund, weit weg von einer Immobilienkrise.
Was sehen wir also auf dem mallorquinischen Immobilienmarkt? Eine Krise? – Nein, unserer Meinung nach nicht. Der Markt hat sich verändert, das ist sicher. Die Nachfrage aus Großbritannien ist zurückgegangen. Das Land steckt in einer eigenen Immobilienkrise und der derzeitige Wechselkurs ist, vorsichtig ausgedrückt, „nicht ideal“ um in eine Immobilie in Spanien zu investieren. Zudem hat sich die Politik der Banken geändert: Die Kreditvergabe durch die ansässigen Banken hat sich in letzter Zeit erschwert. Daraus folgt: Das Segment unter einer Million Euro ist nicht mehr so nachgefragt wie vor einigen Jahren. Zu einem Sturz der Preise führt aber auch diese Entwicklung nicht. Der Markt um Objekte für 2-3 Millionen Euro und wesentlich mehr zeigt sich lebendiger als je zuvor. Es wird also mengenmäßig weniger verkauft, jedoch zeigt sich bei den wenigsten Kollegen ein Einbruch der Umsatzzahlen, da die Nachfrage nach Top-Objekten ungebrochen ist.

Sollten Sie die Lage des Immobilienmarktes diskutieren wollen oder auch Kritik zu diesem Artikel äußern möchten, freuen wir uns über Kommentare!

Comments

Dass es auf Mallorca in der Preiskiste rumpelt haben mit Sicherheit schon alle Makler auf der Insel gemerkt, die Nachfrage im “gehobenen Segment” ist tatsächlich steigend. Aber nach unserer Erfahrung (wir haben seit 10 Jahren ein Büro auf der Insel) steigen zwar die Anfragen in diesem Segment aber die meissten Anfragen stellen sich nach wioe vor als “Immo-Touristen” heraus.
Ganz im Gegenteil zu unserem Büro in der Schweiz, hier am Lago Maggiore steigt nicht nur die Anzahl der Interessenten, nein hier steigen tatsächlich die Verkäufe…..

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